Fünf Orchesterstücke op. 16 / Ode an Napoleon Buonaparte op. 41 / Pierrot lunaire op. 21
Arnold Schönberg

Fünf Orchesterstücke op. 16 / Ode an Napoleon Buonaparte op. 41 / Pierrot lunaire op. 21

SWF-Sinfonieorchester Baden-Baden / Derrik Ohlsen / Jeanne Héricard

WER 64032 - 4010228640328

Information GreatBrittain Germany

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In Zusammenarbeit mit dem Südwestfunk Baden-Baden veröffentlicht WERGO eine CD-Edition, die mit ihrem historischen Tonmaterial einem großen Dirigenten unseres Jahrhunderts gewidmet ist: Hans Rosbaud. 
In Aix-en Provence pries man ihn als "Le grand Mozartien", in München waren seine Bruckner-Interpretationen berühmt, in Donaueschingen bewunderten Publikum und Fachkritik seine souveräne, scheinbar mühelose Bewältigung vertracktester Notations- und Aufführungsprobleme Neuer Musik. Allein in Donaueschingen hat er nicht weniger als 56 Uraufführungen dirigiert. Der Dirigent Hans Rosbaud war eine Persönlichkeit universellen Geistes. Dies ließ ihn Musik als eine Ganzheit begreifen, öffnete ihm den Zugang zu Klassik, Romantik, Moderne und Avantgarde auf gleicher Ebene. Doch er war kein Nur-Musiker. In Kunst und Musik, in Literatur, Sprache und Naturwissenschaft sah er den speziellen Abglanz eines Großen, Allumfassenden, das er in Synopsis zu begreifen strebte. Über die "Fünf Orchesterstücke" op. 16 schreibt Schönberg in einem Brief an R. Strauss: "Absolut nicht symphonisch, direkt das Gegenteil davon, keine Architektur, kein Aufbau. Bloß ein bunter, ununterbrochener Wechsel von Farben, Rhythmen und Stimmungen."
Die "Ode an Napoleon Buonaparte", im Frühjahr 1942 komponiert, ist Arnold Schönbergs "in tyrannos". Das Schmähgedicht Lord Byrons auf den entmachteten Gewaltherrscher, das dem Werk zu grunde liegt, wird allerdings über den konkreten Anlass hinaus zu einer flammenden Anklage gegen jegliche Art von Despotie.
Mit seinen Mehrdeutigkeiten und kühnen Einsichten in das Wort-Ton-Verhältnis, sagt Pierre Boulez, enthalte der "Pierrot lunaire" ein unerschöpfliches Ferment für Zukünftiges. Schönberg hatte den "Pierrot lunaire" des belgischen Dichters Albert Giraud in der deutschen Übertragung von Otto Erich Hartleben kennen gelernt, daraus 21 Gedichte ausgewählt und das Ganze in drei Siebenergruppen angeordnet. Es ergibt sich eine Dreiteiligkeit, die durch deutliche Einschnitte im Ablauf markiert wird.
Arnold Schönberg komponierte den "Pierrot lunaire" auf Anregung der Singschauspielerin Albertine Zehme, die auch die erste Sprechstimmen-Interpretin war.

Tracklisting
  • 1
    Stücke für Orchester op. 16 Nr. 1-5
    Nr. 1 Vorgefühle
  • 2
    Stücke für Orchester op. 16 Nr. 1-5
    Nr. 2 Vergangenes
  • 3
    Stücke für Orchester op. 16 Nr. 1-5
    Nr. 3 Sommermorgen an einem See
  • 4
    Stücke für Orchester op. 16 Nr. 1-5
    Nr. 4 Peripetie
  • 5
    Stücke für Orchester op. 16 Nr. 1-5
    Nr. 5 Das obligate Rezitativ
  • 6
    Ode an Napoleon Bonaparte op. 41
  • 7
    Pierrot lunaire op. 21 (nach Gedichten von Albert Giraud)
    1. Teil
  • 8
    Pierrot lunaire op. 21 (nach Gedichten von Albert Giraud)
    2. Teil
  • 9
    Pierrot lunaire op. 21 (nach Gedichten von Albert Giraud)
    3. Teil